22.04.2016
Wo sind die Frauen?
Wenn ich auf Messen der Finanzbranche bin, fällt mir immer dasselbe auf: Es sind kaum Frauen da. Dabei wäre gerade dort ihre Stärke gefragt.
Wenn ich auf Messen oder Konferenzen der Finanzbranche bin, fällt mir eine Sache immer wieder auf: Es sind keine Finanzfrauen da.
Wir leben lange nach der Emanzipation, und trotzdem bleibt dieses Feld männlich dominiert.
Dabei wäre es ihr Feld
Geld ist im Kern ein Beziehungsthema. Es geht um Austausch zwischen Menschen, um Geben und Nehmen, um Vertrauen.
Genau darin sind Frauen stark. Nicht weil das ein Klischee wäre, sondern weil Beziehungsarbeit seit Generationen ihr Alltag ist.
Der Fehler wäre, sich anzupassen
Statt eine künstliche Sachlichkeit anzunehmen, die in diesem Feld als Norm gilt, sollten Frauen genau das einbringen, was sie mitbringen: emotionale Wahrnehmung und eine klare Überzeugung davon, was Geld bewirken soll.
Was das männlich geprägte Denken gebracht hat
Breitflächig praktizierte Wettgeschäfte und wilde Spekulation. Geld, das sich vom tatsächlichen Wert gelöst hat. Und Ausbeutung, die daraus folgt.
Das ist kein Vorwurf an einzelne Menschen. Es ist die Beschreibung eines Systems, das aus dem Gleichgewicht gerät, wenn nur eine Seite es gestaltet.
Deshalb
Frauen sollten sich ihren Platz in Geldfragen nehmen. Nicht als Beiwerk, sondern als Gegengewicht.
Denn wie eine Gesellschaft mit Geld umgeht, entscheidet darüber, wie sie in zwanzig Jahren aussieht.
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